Daniel in der Löwengrube

...zum Buch Daniel 6, 12-28

Eine Löwengrube – in dieser befindet sich Daniel eine ganze Nacht lang (so berichtet das Buch Daniel in Kapitel 6, 12-28).
Schon eine Grube ohne jegliche Gefahr von Raubtieren wirkt beängstigend. Sie nimmt einem die Freiheit. Bei Daniel kommt noch die Gefahr des drohenden Todes hinzu.

Als sich sein König am Morgen, nachdem er Ihn in die Löwengrube werfen ließ, aufmacht nachzusehen ob er noch am Leben ist, da antwortet ihm Daniel: „ O König, mögest du ewig leben. 
Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen. Sie taten mir nichts zuleide; denn in seinen Augen war ich schuldlos und auch dir gegenüber, König, bin ich ohne Schuld.“

Daniel hat auf Gott vertraut. Er hat sich einer Unangenehmen, ja Angsteinflößenden Situation gestellt.

So wie Daniel geht es auch uns immer wieder. Auch wir stehen immer wieder vor schweren Situationen, vor Augenblicken der Angst, vor Momenten, die wir einfach nicht wahrhaben wollen. Und nicht selten bleiben wir vor diesen Momenten stehen – wir meiden die Konfrontation, schieben sie immer wieder vor uns her, anstatt uns ihr zu stellen. Doch geht es uns dadurch besser?

Sollten nicht auch wir versuchen voller Vertrauen solchen Momenten entgegen zu blicken?
Gott wird nicht alles für uns erledigen, doch er kann uns in schweren Momenten, Momenten der Angst und der Ungewissheit beistehen und wird uns, wenn wir es zulassen, immer auf unseren Weg begleiten.

 

Welche Situationen stellen für mich eine „Löwengrube“ dar?
Welchen Dinge sollte oder möchte ich mich stellen und wie kann mir Gott dabei helfen?

Fragen, die ich mir speziell in der (Vor-)Adventszeit, einer Zeit der Vorbereitung, Ruhe und Liebe immer wieder stelle...