magis

  • warning: tempnam() [function.tempnam]: open_basedir restriction in effect. File() is not within the allowed path(s): (/www/htdocs/w00f1a3c/:/tmp:/usr/bin:/www/htdocs/w00f1a3c:/bin:/usr/local/bin:/usr/share/php) in /www/htdocs/w00f1a3c/includes/file.inc on line 772.
  • warning: fopen() [function.fopen]: Filename cannot be empty in /www/htdocs/w00f1a3c/includes/file.inc on line 773.
  • Die Datei konnte nicht erstellt werden.
  • warning: tempnam() [function.tempnam]: open_basedir restriction in effect. File() is not within the allowed path(s): (/www/htdocs/w00f1a3c/:/tmp:/usr/bin:/www/htdocs/w00f1a3c:/bin:/usr/local/bin:/usr/share/php) in /www/htdocs/w00f1a3c/includes/file.inc on line 772.
  • warning: fopen() [function.fopen]: Filename cannot be empty in /www/htdocs/w00f1a3c/includes/file.inc on line 773.
  • Die Datei konnte nicht erstellt werden.

Keine Grenzen kennen, nur das Beste tun, niemals mit dem Erreichten zufrieden sein. Das klingt nach magis (lat. mehr). magis, das hat den Charme von Leistung, Effizienz und Durchsetzungsfähigkeit. Oder?

Ja, genau so hat Ignatius von Loyola auch gedacht – am Anfang seines Pilgerwegs. Begeistert vom Leben der Heiligen dachte er: So will ich auch werden. Und nicht nur so wie sie: Ich setze noch eins drauf. – Ich, Ignatius, kann mehr.

Und Ignatius fällt so richtig auf die Nase. Ehrgeizig zieht er sich zurück in die Einsamkeit nach Manresa. Er fastet immer mehr, betet immer mehr, büßt immer mehr. Und erfährt immer weniger die Gegenwart Gottes. Bis er ganz unten angekommen ist. Bis er lernt: Was ich hier tue, das will Gott nicht. Gott will mehr – aber ein anderes Mehr.

Ignatius wird wieder ein Schüler und entdeckt ein neues magis. Keines, das antreibt immer mehr zu tun, sondern eines, das hilft, sich richtig zu entscheiden: Wie oft, so bemerkt er, muss ich mich nicht zwischen dem Guten und dem Schlechten entscheiden, sondern zwischen dem einen Guten und dem anderen, das auch gut ist. Wie oft wäre es gut, beides zu tun! In dieser Situation der Unsicherheit entdeckt Ignatius das magis neu – als eine Hilfe zur Entscheidung: Wähle das, von dem du urteilst, „es sei mehr zur Ehre Gottes“. Und was ist „mehr zur Ehre Gottes“?

„Mehr“, so Ignatius, „ist das, was uns mehr zu dem Ziel hinführt, zu dem wir geschaffen sind“. Was heißt das konkret?

  1. magis ist das, was dich bewegt. Sich einzurichten und lieber alles beim Alten zu lassen ist sicher kein Zeichen für das Mehr. Nicht alles, was uns in Bewegung setzt, führt zu „mehr“. Aber ohne Dynamik kein magis. 
  2. magis kann immer nur dein Mehr sein. Es gibt keine „magis-Messlatte“, die für alle gültig ist. Das magis zu leben bedeutet zu versuchen, sich selbst kennen zu lernen und ein Gespür zu entwickeln, was für das eigene Leben stimmig ist. 
  3. magis heißt jedoch vor allem, sich der Führung Gottes anzuvertrauen. Wer bewegt wird und sich bewegt, nimmt sich oft viel vor. Das ist gut, aber im Grunde ist nicht so wichtig, was du meinst, noch alles tun zu müssen. Letztlich zählt dein Gespür für Gottes Phantasie. Das magis zu leben heißt: immer offener zu werden und immer mehr zu spüren, was Gott dir zeigen will. Und das kann durchaus etwas sein, was du für weniger gehalten hast. 

So hat auch Ignatius am Ende seines Lebens nicht den Erfolg seiner Ordensgründung am meisten geschätzt, sondern sein größtes Glück war für ihn, dass er „immer mehr gewachsen sei, in der Leichtigkeit, Gott zu finden.